Hanseatischer Dachshund-Club 

 Der Hanseatische Dachshund-Club stellt sich vor:

Im Herbst des Jahres 2003 hat eine Interessengemeinschaft von Dachshundzüchtern und  -besitzern - die den Dachshund (Dackel, Teckel) unter allen Umständen als kleinsten Jagdgebrauchshund erhalten wollen - den Entschluss gefasst, einen Club als Zucht- und Prüfungsverein zu gründen, der diese Zielstellung erstrangig berücksichtigt.

Zugleich sollte von diesem Club aber auch die politische Entwicklung hinsichtlich der Erweiterung der Europäischen Union nicht außer Acht gelassen werden und dem Zusammenwachsen der Nord- und Ostseeanliegerstaaten auf dem Gebiet des Jagdgebrauchshundewesens weitestgehend Rechnung tragen und fördern.

Das Gebiet der mittelalterlichen Hanse wurde dabei zunächst als Betätigungsfeld angedacht und verlieh diesem gegründeten Verein seinen Namen.

Die vorangegangene Analyse der fünf in Deutschland agierenden Dackel-Zuchtvereine brachte für diese Zielstellung ein unzureichendes Ergebnis:        

1. Im Internationalen Dackelklub Gergweis (IDG) mit seinen 35.000 Mitgliedern ist die Ausbildung und Verwendung des Dackels als Jagdgebrauchshund absolut kein Thema. Hier reduziert sich sein Dasein gewollt auf Familien- und Begleithund.

2. Beim Deutschen Teckelklub (DTK) haben von den 23.000 Mitgliedern wohl noch 10.000 Mitglieder einen Jagdschein. Die Zucht- und Eintragungsbestimmungen schreiben für die Zuchtzulassung aber lediglich den Mindestformwert "sehr gut" vor. Geprüfte jagdliche Anlagen müssen für ein Zuchttier nicht nachgewiesen werden. In Anbetracht des "Übergewichtes" von Nichtjägern ist eine Veränderung hier sicherlich auch nicht zu erwarten, zumal der DTK sich bereits in seiner Satzung als Kleintier-Zuchtverein und nicht als Jagdgebrauchshunde-Zuchtverein bezeichnet. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann diese jagdlichen Anlagen rudimentär bzw. ganz erkaltet sind.  Beim Kurz- und Langhaar-Teckel scheint dieser Zeitpunkt schon erreicht zu sein; denn man sieht sie fast nur noch auf Ausstellungen und höchst selten auf Anlagen- und Leistungsprüfungen.

3. Der Verein für Jagdteckel (VJT) kam zwar unseren Vorstellungen am nächsten, er strebt - laut gemeinsamer Pressemitteilung - jedoch die Vereinigung mit dem DTK an und scheidet damit zukünftig leider auch aus.

4. Dem Dackel-Club Deutschland (DCD) und

5. dem Nationalen Dackel Klub Berlin-Spandau ist der Dackel als Jagdgebrauchshund fremd, wobei der DCD sich nach unseren unbestätigten Recherchen auch in Auflösung befinden soll.

Dem Hanseatischen Dachshund-Club (HDC) kam es darauf an, europaweit einheitliche Normen für die Beurteilung unserer Dachshunde zu schaffen, die voll auf seine Erhaltung als kleinster Jagdgebrauchshund ausgerichtet sind. Dabei sind alle Bestimmungen der EU, der FCI und des Tierschutzes zu berücksichtigen.

Was will der Hanseatische Dachshund-Club nun anders machen ?

- den HDC zeichnet von Anbeginn aus, dass jeder Dachshund (Dackel, Teckel), für den ein lückenloser Abstammungsnachweis (Ahnentafel) bis zu den Urgroßeltern einer Dachshund-Zuchtorganisation vorgelegt werden kann - unabhängig von der Vereinzugehörigkeit seines Besitzers - "anerkannt" ist; das heißt: er wird beurteilt, ausgebildet und geprüft.                                                                                                                                                                                         In manchen Vereinen ist es leider bis heute noch üblich, dass Dachshunde abgelehnt - sogar als "wertlos" diskriminiert und diffamiert - werden, wenn nicht eine Ahnentafel vom eigenen Verein vorliegt.                                                                                                                                                                                            In Wirklichkeit geht es solchen Vereinen um das Geschäft mit den Beiträgen, den Gebühren und vor allem um den Alleinvertretungsanspruch.                       Es ist doch sehr merkwürdig, wenn durch das Umschreiben einer "nicht anerkannten Ahnentafel" auf eine neue - des eigenen Vereins - der vorher wertlose Dackel urplötzlich zum "anerkannten Rassehund" wird.                                                                                                                                                                    Selbst für Dackel ohne jeglichen Nachweis ihrer Abstammung - und sogar für Hunde "o. Pap." aus dem Ausland -  gibt es in diesen Vereinen einen Weg wie solche Hunde "geadelt" werden können.

- Mitglied im HDC kann jede natürliche und juristische Person nach den Bestimmungen der Satzung werden. Es ist jedoch darauf zu achten, dass der Anteil der Jagdscheininhaber überwiegt. Die Vorgabe des JGHV von einem 75 %igen  diesbezüglichen Mitgliederanteil wird vom HDC als Richtschnur angestrebt.

- die gleichzeitige Mitgliedschaft in anderen Dachshund-Zuchtvereinen ist kein Verstoß gegen die Disziplinarordnung des HDC.

- der Präsident und die 1.Vorsitzenden aller Untergliederungen müssen Jagdscheininhaber und Besitzer eines Dachshundes sein.

- die Mitglieder des HDC können mit ihren Hunden an allen Ausstellungen  und Prüfungen - auch anderer Vereine - teilnehmen.

- die Anerkennung von Prüfungsergebnissen aus anderen Vereinen erfolgt auf der Grundlage der Prüfungsordnung des HDC.

- den Zucht zulassenden Form- und Haarwert kann der Dachshund nur auf einer Zuchtschau des HDC - auf der immer zwei Zuchtrichter tätig sind - erlangen. Ausstellungen sind ausschließlich als rein sportliche Schönheitswettbewerbe zu betrachten.

- an einer Zuchtschau des HDC kann der Dachshund nur teilnehmen, wenn er vorher mindestens die Anlagenfächer Schussfestigkeit und Hasenspur/Spurlaut oder Schussfestigkeit und Verhalten am Raubwild bestanden hat.

- züchten kann jedes Mitglied mit entsprechenden artgerechten Voraussetzungen und mit Hunden, die die Zucht zulassenden Bedingungen der Zuchtordnung des HDC erfüllt haben.                                                                                                                                                                                               Küchen- und Stubenaufzucht kann für einen späteren Jagdgebrauchshund sicherlich nicht als artgerecht deklariert werden.

- Zuchtrichter im HDC kann nur werden, wer bereits Leistungsrichter und zugleich aktiver Züchter ist.

- für alle Anlagenfächer - auch Schussfestigkeit und Verhalten am Raubwild - werden Noten vergeben.

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                                                             !. Ordnung für Nationale Sektionen und Regionalgruppen

                                                                                                                                     Spl            Prüfung auf der Hasenspur

                                                                                                                                     BauK          Verhalten am Raubwild

                                                                                                                                     JAP           Jugend-Anlagen-Prüfung

                                                                                                                                     ZJP            Zucht- und Jagdeignungsprüfung

                                                                                                                                     VGP           Vollgebrauchsprüfung

                                                                                                                                     SwK            Schweissprüfung

                                                                                                                                     ESw            Erschwerte Schweissprüfung

                                                             2. Prüfungsordnung                                        SauG          Verhalten an Schwarzwild im Gatter

 Information                                                                                                              WA             Bringen aus tiefem Wasser

                                                                                                                                     SwN            Schweiss-Naturfährte

                                                                                                                                     BauN           Bau-Naturarbeit

                                                                                                                                     SauN           Naturarbeit am Schwarzwild

                                                                                                                                     GStB               Gebrauchsstammbuch

                                                                                                                                                                                  LS               Leistungssieger (Jahr)

                                                                                                                                     Auszeichnungen

                                                            3. Zuchtordnung

                                                            4. Ausstellungsordnung

                                                            5. Richterordnung

                                                            6. Gebührenordnung